Wärmepumpe mit Photovoltaik: die Kombination, die sich rechnet
- Zuschuss Wärmepumpe (KfW 458)
- bis zu 80 % 1
- Umsatzsteuer auf die PV-Anlage
- 0 % nach § 12 Abs. 3 UStG
- Eigenverbrauch mit Wärmepumpe, Modellwert
- rund 8 Prozentpunkte mehr
- Selbst nachrechnen
- Förderrechner Wärmepumpe
- 1 BEG EM / KfW-Zuschuss 458, Fassung ab 21.07.2026. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Stand: Juli 2026.
Eine Wärmepumpe braucht Strom, eine Photovoltaikanlage erzeugt ihn. Zusammen geplant ergeben beide mehr als nacheinander gekauft: Die PV-Anlage wird von vornherein auf den höheren Verbrauch ausgelegt, der Eigenverbrauch steigt deutlich, und es gibt einen Termin, eine Auslegung und einen Ansprechpartner. Die Grenze der Kombination liegt im Winter, wenn der Wärmebedarf hoch und der Solarertrag niedrig ist.
Warum ist die Kombination mehr als die Summe?
Eine Photovoltaikanlage allein produziert im Sommer regelmäßig mehr Strom, als das Haus braucht. Der Überschuss geht für die gesetzliche Vergütung ins Netz, also für einen Bruchteil dessen, was zugekaufter Strom kostet.
Eine Wärmepumpe allein verbraucht Strom zu einem Tarif, der jedes Jahr neu verhandelt wird.
Zusammen entsteht daraus ein anderer Rechenweg: Ein Teil des Wärmepumpenstroms kommt vom eigenen Dach und ist damit zum Selbstkostenpreis der Anlage bewertet. Über zwanzig Jahre summiert sich diese Differenz erheblich, auch wenn sie in einem einzelnen Monat unspektakulär aussieht.
Wo liegt die Grenze der Kombination?
Eines macht die Kombination allerdings nicht: unabhängig. Der Wärmebedarf ist im Januar am höchsten, der Solarertrag im Januar am niedrigsten. Ein Hausspeicher verschiebt Stunden, keine Jahreszeiten.
Realistisch deckt eine gut ausgelegte PV-Anlage einen spürbaren Teil des Wärmepumpenstroms ab. Den Rest kaufen Sie zu. Wer Ihnen Vollversorgung verspricht, rechnet mit Jahressummen und verschweigt die Monatsverteilung. Fragen Sie in dem Fall nach der Deckung im Dezember und Januar.
Was ändert sich in der Planung?
Wenn beide Anlagen zusammen geplant werden, verschieben sich mehrere Entscheidungen:
- Anlagengröße. Der Jahresverbrauch steigt um mehrere tausend Kilowattstunden. Eine Anlage, die für den Haushalt ohne Wärmepumpe optimal wäre, ist dann zu klein.
- Dachbelegung. Ost-West-Flächen, die man sonst weglassen würde, werden interessanter, weil sie den Ertrag über den Tag strecken.
- Zählerkonzept. Ob die Wärmepumpe einen eigenen Zähler bekommt und ob ein Tarif für steuerbare Verbrauchseinrichtungen sinnvoll ist, sollte vor dem Zählerschrankumbau entschieden werden.
- Speichergröße. Der Abendverbrauch steigt, der Speicher wird besser ausgelastet.
- Steuerung. Damit die Wärmepumpe bevorzugt läuft, wenn die Sonne scheint, braucht es eine Ansteuerung zwischen Wechselrichter und Wärmepumpe. Das ist keine Selbstverständlichkeit und sollte im Angebot stehen.
Ist Warmwasser der günstigere Speicher?
Für einen Teil des Überschusses ja, und diese Frage wird selten gestellt. Wer im Sommer mittags mehr Strom erzeugt, als das Haus braucht, denkt zuerst an eine größere Batterie. Dabei steht im Keller oft schon ein Speicher: der Warmwasserbereiter.
Eine Wärmepumpe, die zur Mittagszeit den Warmwasserspeicher auf eine höhere Temperatur bringt, verschiebt Verbrauch genauso wie eine Batterie. Der Unterschied liegt im Preis je gespeicherter Kilowattstunde, und er ist erheblich: Wasser zu erwärmen kostet einen Bruchteil dessen, was Batteriekapazität kostet.
Der Haken ist ebenso klar. Wärme kommt als Wärme zurück. Waschmaschine und Fernseher haben davon nichts, und über einen Tag hinaus hält der Vorrat auch nicht. Für die Grundlast des Haushalts bleibt die Batterie die Antwort.
In der Praxis heißt das: Erst den vorhandenen thermischen Speicher nutzen, dann die Batterie danach dimensionieren. Wer die Reihenfolge umdreht, kauft Kapazität, die er nicht braucht.
Was zuerst, wenn das Budget nur für eines reicht?
Die Frage kommt häufig, und die ehrliche Antwort lautet: Es entscheidet der Zustand Ihrer Heizung.
Steht der alte Kessel kurz vor dem Ausfall oder ist er nach den geltenden Regeln ohnehin zu ersetzen, hat die Wärmepumpe eine Frist, die Photovoltaik nicht hat. Dann kommt sie zuerst, und die Anlage folgt später. Die Förderung für den Heizungstausch hängt an keiner Photovoltaikanlage. Sie verlieren durch diese Reihenfolge nichts.
Läuft die Heizung dagegen zuverlässig, ist die Photovoltaik in aller Regel der bessere erste Schritt. Sie ist technisch einfacher, greift nicht in die Haustechnik ein, und sie senkt ab dem ersten Tag die Stromrechnung. Wichtig ist dann nur, die Anlage von vornherein auf den späteren Verbrauch der Wärmepumpe auszulegen. Nachrüsten auf dem Dach kostet Gerüst, Anfahrt und eine zweite Anmeldung.
Was wir in beiden Fällen nicht empfehlen: eine kleine Anlage jetzt und eine zweite später daneben. Zwei Anlagen auf einem Dach bedeuten zwei Anmeldungen, gegebenenfalls zwei Vergütungssätze und einen Zählerschrank, den vorher niemand dafür geplant hat.
Ein Ansprechpartner für drei Gewerke
Der praktische Vorteil ist oft der, der im Alltag am meisten zählt. Photovoltaik, Elektroinstallation und Heizungsbau sind drei Gewerke. Wenn sie nacheinander und unabhängig beauftragt werden, ist niemand für das Zusammenspiel zuständig, und im Zweifel zeigt jeder auf den anderen.
Wir planen beides gemeinsam, koordinieren die Fachbetriebe und bleiben derselbe Ansprechpartner, auch nach der Inbetriebnahme. Das ist der eigentliche Grund, warum wir diese Kombination hervorheben: Sie geht am häufigsten schief, wenn niemand die Gewerke zusammenhält.
Was gilt bei zwei steuerbaren Geräten am Anschluss?
Wärmepumpe, Wallbox und Speicher fallen einzeln unter § 14a EnWG, sobald sie 4,2 Kilowatt überschreiten. Kommen mehrere zusammen, ist die Summe entscheidend, und genau hier liegt der Unterschied zur Einzelanlage.
Das gilt auch für die Zustimmungspflicht nach § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung: Eine 11-kW-Wallbox allein bleibt unter der Grenze von 12 Kilovoltampere, zusammen mit einer zweiten nicht mehr. Wer Wärmepumpe und Wallbox nacheinander anschafft, stellt deshalb bei der zweiten Anschaffung oft fest, dass der Netzbetreiber jetzt zustimmen muss. Wir melden beides gemeinsam an, wenn beides geplant ist.
Wie läuft die Planung bei einer Kombination ab?
Der wichtigste Unterschied liegt am Anfang. Bevor eine Anlagengröße festgelegt wird, rechnen wir die Heizlast und daraus den zu erwartenden Stromverbrauch der Wärmepumpe. Erst dann wird die PV-Anlage ausgelegt.
Parallel läuft der Förderantrag für die Wärmepumpe, der vor der Auftragsvergabe gestellt sein muss. Die Photovoltaikanlage braucht keinen Antrag, aber die Netzanmeldung. Beides übernehmen wir.
Fragen zu Wärmepumpe mit Photovoltaik
Wie viel Wärmepumpenstrom kann die PV-Anlage decken?
Realistisch etwa ein Viertel bis ein Drittel des Jahresstrombedarfs der Wärmepumpe, mit Speicher und passender Auslegung auch mehr. Vollständig geht es nicht: Der Wärmebedarf liegt im Winter, die Solarerträge im Sommer. Wer Ihnen verspricht, die Wärmepumpe laufe komplett mit Solarstrom, rechnet die Jahresbilanz gegen die Monatsbilanz und verschweigt den Zukauf im Januar.
Sollte ich beides gleichzeitig einbauen lassen?
Wenn beides ohnehin geplant ist, ja. Die PV-Anlage wird dann größer ausgelegt, der Zählerschrank nur einmal angefasst, und Gerüst, Anfahrt und Anmeldung fallen nicht doppelt an. Wer die Wärmepumpe zwei Jahre später einbaut, stellt häufig fest, dass die PV-Anlage zu klein dimensioniert wurde. Nachrüsten ist teurer als gleich richtig planen.
Braucht die Kombination einen größeren Speicher?
Nicht zwangsläufig, aber der Speicher wird besser ausgelastet, weil die Wärmepumpe auch abends und nachts Strom zieht. Ein größerer Speicher hilft nur bedingt, weil er die saisonale Lücke nicht schließt. Sinnvoller ist meist, die PV-Anlage etwas größer auszulegen, als den Speicher zu vergrößern.
Wird die Kombination gefördert?
Es sind zwei getrennte Wege. Die Wärmepumpe wird über den KfW-Zuschuss 458 gefördert. Wie hoch der Satz ausfällt, hängt daran, welche Bausteine bei Ihnen greifen, und rechnet der Förderrechner aus. Die Photovoltaikanlage bekommt keinen Zuschuss. Sie profitiert vom Nullsteuersatz und von der auf 20 Jahre festgeschriebenen Einspeisevergütung. Beide Wege lassen sich parallel nutzen, aber der Förderantrag für die Wärmepumpe muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein.
Was ist ein Wärmepumpentarif und lohnt er sich dann noch?
Netzbetreiber bieten für steuerbare Verbrauchseinrichtungen reduzierte Netzentgelte an, was den Strompreis für die Wärmepumpe senkt. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Anlage bei Netzengpässen kurzzeitig drosseln. In Kombination mit einer PV-Anlage lohnt sich der Vergleich, weil ein Teil des Stroms ohnehin vom Dach kommt und der Tarif nur den Zukauf betrifft.
Was lässt sich damit kombinieren?
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Wärmepumpe: heizen mit Strom vom eigenen Dach
Vor dem Angebot machen wir eine Heizlastberechnung. Erst danach wissen wir, ob Ihre Heizkörper mit einer Vorlauftemperatur um 45 Grad zurechtkommen oder ob vorher noch etwas passieren muss. Den KfW-Antrag stellen wir, bevor Sie unterschreiben.
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Photovoltaikanlage schlüsselfertig kaufen
Wir messen Ihr Dach auf, prüfen die Verschattung über den Tagesverlauf und legen die Anlage auf Ihren tatsächlichen Verbrauch aus. Anmeldung beim Netzbetreiber und Eintrag ins Marktstammdatenregister übernehmen wir.
Beides zusammen planen statt nacheinander?
Dach und Heizung gehören in eine Auslegung. Geben Sie uns beide Eckdaten, dann rechnen wir die Kombination und nicht zwei Einzelprojekte.
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