Wärmepumpe: heizen mit Strom vom eigenen Dach

Zuschuss KfW 458
bis zu 80 % 1
Förderfähige Kosten, erste Wohneinheit
höchstens 28.000 € 1
Selbst nachrechnen
Förderrechner Wärmepumpe
  1. 1 BEG EM / KfW-Zuschuss 458, Fassung ab 21.07.2026. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Stand: Juli 2026.

Ob eine Wärmepumpe in Ihr Haus passt, entscheidet die Heizlast. Ein gut gedämmtes Haus von 1990 kann besser geeignet sein als ein teilsaniertes von 2005. Die Höhe des KfW-Zuschusses 458 hängt daran, welche Bausteine bei Ihnen greifen. Der Förderrechner zeigt jeden einzeln, auch die, die entfallen. Wir rechnen die Heizlast vor dem Angebot und sagen Ihnen, wenn eine Wärmepumpe bei Ihnen keine gute Idee ist.

Die Heizlast entscheidet über die Eignung

Die verbreitetste Fehlannahme bei Wärmepumpen lautet: Altbau geht nicht. Das stimmt so nicht. Entscheidend ist, mit welcher Vorlauftemperatur Ihr Haus im tiefsten Winter warm wird. Ein Haus, das mit 50 Grad auskommt, ist geeignet. Eines, das 70 Grad braucht, zunächst nicht.

Viele Bestandsgebäude fahren ihre Heizung heute deutlich zu heiß, weil sie nie hydraulisch abgeglichen wurde. In diesen Fällen reicht oft schon ein Abgleich und der Tausch einzelner Heizkörper, um in den wirtschaftlichen Bereich zu kommen.

Deshalb steht bei uns die raumweise Heizlastberechnung vor dem Angebot. Sie ist der einzige seriöse Weg, die Frage zu beantworten, und sie ist gleichzeitig die Grundlage für die richtige Dimensionierung.

Warum ist die richtige Größe entscheidend?

Eine überdimensionierte Wärmepumpe ist ein teurer Fehler. Sie taktet, also schaltet sich häufig ein und aus, verschleißt schneller und arbeitet ineffizienter als eine passend ausgelegte. Weil eine größere Anlage in der Anschaffung mehr kostet, zahlen Sie doppelt: einmal beim Kauf und dann jedes Jahr beim Strom.

Wer eine Wärmepumpe nach Wohnfläche oder nach dem alten Kesselaufkleber auslegt, legt zu groß aus. Der alte Gaskessel war fast immer überdimensioniert, weil das damals nichts kostete.

Was sagt die Jahresarbeitszahl?

Sie ist die eine Kennzahl, an der die Betriebskosten hängen, und sie wird im Verkaufsgespräch selten genannt. Die Jahresarbeitszahl ist das Verhältnis von abgegebener Wärme zu aufgenommenem Strom über ein ganzes Jahr. Liegt sie bei vier, macht die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom vier Kilowattstunden Wärme.

Wichtig ist der Unterschied zum COP, der auf jedem Datenblatt steht. Der COP ist ein Prüfstandswert bei festgelegten Bedingungen. Die Jahresarbeitszahl ist das, was in Ihrem Haus mit Ihren Heizkörpern und Ihrem Wetter herauskommt, und sie liegt regelmäßig darunter.

Was sie bestimmt, ist vor allem die Vorlauftemperatur. Jedes Grad, das Ihr Haus weniger braucht, verbessert die Arbeitszahl, und zwar über die gesamte Heizperiode. Genau deshalb steht der hydraulische Abgleich bei uns vor dem Angebot und nicht auf der Liste der Extras: Er kostet einen Bruchteil der Anlage und wirkt auf jede Kilowattstunde der nächsten zwanzig Jahre.

Zwei weitere Größen zählen. Die Größe der Heizflächen, denn große Flächen kommen mit niedrigeren Temperaturen aus. Und die Warmwasserbereitung, die ganzjährig hohe Temperaturen verlangt und die Arbeitszahl deshalb nach unten zieht, im Sommer stärker als im Winter.

Eine Arbeitszahl, die Ihnen jemand vor der Heizlastberechnung nennt, ist geraten. Wir rechnen sie mit Ihren Werten und legen die Annahmen offen.

Wie laut ist eine Wärmepumpe für den Nachbarn?

Die Außeneinheit ist der Grund, aus dem Wärmepumpenprojekte am Bauamt oder am Gartenzaun scheitern, und der Konflikt entsteht fast immer aus dem Aufstellort.

Maßgeblich ist der Pegel am nächstgelegenen Fenster einer fremden Wohnung. Wie laut die Anlage direkt daneben ist, spielt für die Beurteilung keine Rolle. Beurteilt wird das nach der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm, und der bindende Fall ist die Nacht: In einem allgemeinen Wohngebiet liegt der Richtwert dort bei 40 Dezibel. In Misch- und Gewerbegebieten ist mehr zulässig.

Drei Dinge entscheiden, ob das eingehalten wird. Der Abstand, weil der Pegel mit der Entfernung deutlich abnimmt. Die Aufstellrichtung, weil der Luftauslass gerichtet abstrahlt und nicht in Richtung Nachbarschlafzimmer zeigen sollte. Und reflektierende Flächen: Eine Einheit in einer Ecke zwischen zwei Hauswänden ist am selben Ort messbar lauter als frei stehend.

Moderne Geräte haben zudem einen Nachtbetrieb mit reduzierter Drehzahl. Er kostet etwas Leistung genau dann, wenn sie am wenigsten gebraucht wird, und löst viele Fälle.

Wir prüfen den Aufstellort vor dem Angebot und rechnen den zu erwartenden Pegel an der maßgeblichen Stelle. Geht es nicht auf, sagen wir es, bevor Sie bestellen und nicht, wenn das Gerät steht.

Was bringt die Förderung tatsächlich?

Die Heizungsförderung läuft über den KfW-Zuschuss 458 und setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: einer Grundförderung, dem Klimageschwindigkeitsbonus und dem Einkommensbonus für selbstnutzende Eigentümer unter der Einkommensgrenze. Welche davon in Ihrem Fall greifen und was zusammenkommt, rechnet der Förderrechner aus. Die Sätze stehen dort mit Stand und Quelle.

Wichtig ist der Bezugspunkt: Der Prozentsatz gilt für die förderfähigen Höchstkosten. Bei einem Einfamilienhaus liegen die Höchstkosten bei 28.000 Euro. Was darüber liegt, tragen Sie selbst.

Zum 21. Juli 2026 wurde die Richtlinie geändert: Der Klimageschwindigkeitsbonus sank von 20 auf 16 Prozent, der Effizienzbonus entfiel ersatzlos. Ältere Angaben im Netz nennen noch die vorherigen Sätze. Maßgeblich ist die Fassung ab diesem Datum.

Welche Programme daneben noch greifen und in welcher Reihenfolge sie beantragt werden, steht auf der Seite zu Förderung und Finanzierung.

Mit Photovoltaik kombiniert

Eine Wärmepumpe braucht Strom. Wer ihn zukauft, zahlt den vollen Tarif. Wer ihn vom eigenen Dach nimmt, zahlt nur die anteiligen Anlagenkosten. Genau deshalb ist die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe wirtschaftlich stärker als beide Anlagen einzeln.

Der Haken: Der Wärmebedarf liegt im Winter, die Solarerträge im Sommer. Eine Photovoltaikanlage deckt deshalb typischerweise einen Teil des Wärmepumpenstroms. Wer etwas anderes verspricht, rechnet falsch. Trotzdem bleibt der Effekt deutlich, weil er sich über zwanzig Jahre summiert.

Darf der Netzbetreiber die Wärmepumpe drosseln?

Wärmepumpen über 4,2 Kilowatt Netzanschlussleistung fallen seit dem 1. Januar 2024 unter § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes. Beim Netzengpass darf der Netzbetreiber die Leistung vorübergehend absenken, mindestens 4,2 Kilowatt bleiben aber immer verfügbar.

Für die Heizung ist das weniger dramatisch, als es klingt: Ein Gebäude speichert Wärme über Stunden, und die Absenkung greift selten und kurz. Ein Pufferspeicher überbrückt sie ohnehin. Wichtiger ist die Gegenleistung, denn die reduzierten Netzentgelte laufen jedes Jahr. Welche der drei Varianten günstiger ist, rechnen wir mit Ihrem Stromverbrauch durch.

Was wir prüfen, bevor wir anbieten

  • Raumweise Heizlast und die daraus folgende Vorlauftemperatur
  • Zustand und Größe der vorhandenen Heizflächen
  • Aufstellort der Außeneinheit mit Blick auf Schall und Nachbargrenzen
  • Platz für Hydraulik und Pufferspeicher
  • Zählerschrank und verfügbare Anschlussleistung
  • Ob eine bestehende oder geplante Photovoltaikanlage einbezogen werden kann

Ergibt diese Prüfung, dass eine Wärmepumpe bei Ihnen nicht sinnvoll ist, sagen wir das. Das kommt vor, und es ist die bessere Antwort als eine Anlage, die im Januar nicht warm wird.

Fragen zu Wärmepumpe

Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?

Häufig ja, aber nicht immer und nicht ohne Prüfung. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur, mit der Ihr Haus an den kältesten Tagen des Jahres noch warm wird. Bei 55 Grad oder darunter arbeitet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe wirtschaftlich. Liegt sie deutlich darüber, braucht es vorher größere Heizflächen oder Dämmmaßnahmen. Das lässt sich mit einer Heizlastberechnung und einem Blick auf die vorhandenen Heizkörper klären. Am Baujahr ablesen lässt es sich nicht.

Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?

Als Marktorientierung, kein Angebotspreis: Für ein Einfamilienhaus liegen Luft-Wasser-Wärmepumpen inklusive Einbau, Hydraulik und Inbetriebnahme meist zwischen 22.000 und 38.000 Euro. Der Korridor ist so breit, weil Aufstellort, Leitungswege, notwendige Anpassungen am Heizkreis und der Zustand des Zählerschranks stark variieren. Nach Abzug der Förderung bleibt oft deutlich weniger als die Hälfte.

Wie laut ist eine Wärmepumpe?

Aktuelle Außeneinheiten liegen im Betrieb bei rund 30 bis 40 Dezibel in einigen Metern Abstand, vergleichbar mit einem leisen Kühlschrank. Entscheidend ist der Aufstellort: direkt unter einem Schlafzimmerfenster oder in einem engen Innenhof mit Reflexionsflächen wird auch ein leises Gerät als störend empfunden. Den Aufstellort planen wir mit Rücksicht auf Nachbargrenzen und Schlafräume.

Wie hoch sind die Stromkosten einer Wärmepumpe?

Das hängt an der Jahresarbeitszahl, also daran, wie viel Wärme die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom macht. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 wird aus 1 kWh Strom 3,5 kWh Wärme. Ein Haus mit 18.000 kWh Wärmebedarf braucht dann rund 5.100 kWh Strom im Jahr. Mit eigenem Solarstrom sinkt der zugekaufte Anteil davon deutlich, weshalb sich die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe rechnet.

Brauche ich neue Heizkörper?

Nicht zwangsläufig. Viele Bestandsheizkörper sind großzügig dimensioniert und kommen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen zurecht, als die alte Heizung gefahren hat. Ob das bei Ihnen so ist, zeigt die raumweise Heizlastberechnung. Wenn einzelne Räume nicht mitkommen, reicht oft der Tausch weniger Heizkörper.

Wann muss der Förderantrag gestellt werden?

Vor der Auftragsvergabe, und zwar zwingend. Sie unterschreiben bei uns einen Vertrag unter aufschiebender Bedingung: Er ist inhaltlich vollständig, wird aber erst wirksam, wenn die Förderzusage vorliegt. Bleibt sie aus, entsteht Ihnen daraus keine Verpflichtung. Den Antrag stellen wir, ebenso die Bestätigung des Fachunternehmens, die die KfW dafür verlangt.

Passt eine Wärmepumpe zu Ihrer Heizlast?

Baujahr, beheizte Fläche, heutige Heizung: mehr brauchen wir für die erste Einschätzung nicht. Die Heizlast rechnen wir vor dem Angebot.

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Schritt 1 von 8 Interesse

Was möchten Sie für Ihr Gebäude prüfen?

Mehrfachauswahl möglich, Sie legen sich damit auf nichts fest.

Um welches Gebäude geht es?
Wie ist Ihr Dach ausgerichtet?

Wenn Sie es nicht wissen, ist das kein Problem. Wir klären das bei der Dachprüfung.

Wie hoch ist Ihr Stromverbrauch im Jahr?

Die Zahl steht auf Ihrer letzten Stromrechnung. Eine Schätzung genügt uns.

Sind Sie Eigentümer der Immobilie?

Für die Anlage brauchen wir am Ende die Zustimmung des Eigentümers.

Wann möchten Sie starten?

Eine realistische Einschätzung hilft uns bei der Terminplanung. Sie ist nicht bindend.

Wo steht das Gebäude?

Die Postleitzahl brauchen wir, um regionale Förderprogramme und den zuständigen Netzbetreiber zu prüfen.

Wie erreichen wir Sie?

Letzter Schritt. Danach bekommen Sie Ihre Einschätzung.

Ihre Angaben gehen ausschließlich an uns. Keine Weitergabe an Vermittler oder Vergleichsportale.

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