Stromspeicher: Solarstrom auch abends nutzen

Umsatzsteuer
0 % nach § 12 Abs. 3 UStG
Faustregel Größe
1 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch
Einspeisevergütung, Anteil bis 10 kWp
7,70 ct/kWh 1
Selbst nachrechnen
Photovoltaik-Rechner
  1. 1 Bundesnetzagentur, anzulegende Werte und Einspeisevergütung für Inbetriebnahmen ab 01.08.2026 bis 31.01.2027 (§ 21 Abs. 1, § 53 Abs. 1 EEG). Überschusseinspeisung, anteilig nach § 23c EEG: Der Satz gilt jeweils für den genannten Leistungsanteil, nicht für die ganze Anlage. Die Werte enthalten noch nicht die im Solarpaket I vorgesehene Erhöhung um 1,5 ct/kWh für Anlagen ab 40 kW. Die beihilferechtliche Genehmigung der EU-Kommission steht aus. Stand: August 2026. Zur amtlichen Tabelle

Ein Stromspeicher hebt den Anteil Ihres Verbrauchs, den Sie selbst decken, von rund 40 auf etwa 72 Prozent. Die passende Größe liegt als Faustregel bei einer Kilowattstunde Speicher je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Ob sich das rechnet, hängt an Ihrem Strompreis und daran, wie viel Strom abends verbraucht wird. Bei kleinen Verbräuchen raten wir davon ab.

Was ein Speicher wirklich verändert

Ohne Speicher fließt der Strom, den Sie tagsüber nicht verbrauchen, ins Netz. Dafür bekommen Sie die gesetzliche Einspeisevergütung, die derzeit bei einem Bruchteil dessen liegt, was Sie für zugekauften Strom zahlen. Abends, wenn im Haus tatsächlich Strom gebraucht wird, kaufen Sie wieder zu.

Ein Speicher schiebt genau diese Menge in den Abend. Damit steigt der Anteil Ihres Verbrauchs, den Sie selbst decken, deutlich. Der wirtschaftliche Effekt entsteht daraus, dass der erzeugte Strom mehr wert ist. Die Menge bleibt dieselbe.

Wann lohnt sich ein Speicher nicht?

Es gibt Fälle, in denen wir abraten:

  • Niedriger Verbrauch. Unter etwa 3.000 Kilowattstunden im Jahr bleibt zu wenig Differenz übrig, als dass sich die Investition in vertretbarer Zeit trägt.
  • Verbrauch liegt ohnehin tagsüber. Wer den Großteil seines Stroms zwischen zehn und sechzehn Uhr braucht, verbraucht ihn direkt und gewinnt durch Zwischenspeichern wenig.
  • Der Speicher soll den Winter überbrücken. Das kann er nicht. Ein Hausspeicher verschiebt Stunden, keine Jahreszeiten. Wer im Dezember autark sein will, braucht eine andere Technologie, keinen größeren Speicher.

Diese Punkte klären wir vor dem Angebot. Ein verkaufter Speicher, der sich nicht rechnet, kostet uns den Kunden beim nächsten Mal.

Durchrechnen können Sie das selbst: Beide Rechner laufen ohne Anmeldung und legen ihre Annahmen offen.

Auslegung nach Verbrauchsprofil

Die Faustregel mit einer Kilowattstunde je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch ist ein guter Startpunkt, aber nur ein Startpunkt. Entscheidend ist, wie sich Ihr Verbrauch über den Tag verteilt. Ein Haushalt, der abends kocht, wäscht und lädt, nutzt einen größeren Speicher besser aus als einer, der abends kaum Strom braucht.

Deshalb fragen wir bei der Auslegung nach Gewohnheiten und nicht nur nach der Jahreszahl auf der Stromrechnung. Wenn Sie einen digitalen Zähler haben, lassen sich die Lastgänge auslesen, und die Auslegung wird deutlich genauer.

Speicher und Wärmepumpe

Kommt eine Wärmepumpe dazu, ändert sich das Bild spürbar. Der Stromverbrauch steigt, ein großer Teil davon fällt in den Abend- und Nachtstunden an, und der Speicher bekommt mehr zu tun. Gleichzeitig verschiebt sich der Verbrauch in den Winter, wo die Anlage am wenigsten liefert.

Das ist kein Widerspruch, aber es verändert die sinnvolle Speichergröße. Wenn eine Wärmepumpe in den nächsten Jahren geplant ist, sollte sie in der Auslegung berücksichtigt werden, auch wenn sie erst später kommt.

Habe ich mit einem Speicher Strom bei Stromausfall?

Nicht automatisch, und diese Antwort überrascht die meisten. Ein Standardsystem schaltet bei einem Netzausfall ab. Das ist so vorgeschrieben: Die Netzanschlussregeln verlangen, dass sich Erzeugungsanlagen vom Netz trennen, damit niemand in eine Leitung greift, die als tot gilt und trotzdem Spannung führt. Ohne diese Trennung wäre jede Reparatur am Ortsnetz lebensgefährlich.

Wer bei Ausfall weiter Strom haben will, braucht zusätzliche Technik, und es gibt zwei Ausbaustufen. Die kleine ist eine Notstromsteckdose: eine einzelne Steckdose am Speicher, meist einphasig, die von Hand in Betrieb genommen wird. Kühlschrank und Router laufen damit, Herd und Wärmepumpe nicht. Die große ist die Ersatzstromversorgung mit automatischer Umschalteinrichtung: Das Haus trennt sich selbsttätig vom Netz und läuft im Inselbetrieb weiter.

Die zweite Variante kostet deutlich mehr, verlangt einen dafür geeigneten Wechselrichter und einen Eingriff in die Hausverteilung. Sie lohnt sich, wenn Sie einen konkreten Grund haben, etwa eine Heizung ohne alternative Wärmequelle oder medizinische Geräte. Als allgemeine Beruhigung angeschafft, ist sie eine teure Versicherung gegen ein Ereignis, das in Deutschland statistisch wenige Minuten im Jahr dauert. Welche Stufe zu Ihrem Fall passt, klären wir vor der Auslegung. Oft ist keine davon nötig.

Wie lange hält ein Speicher?

Zwei Größen begrenzen die Lebensdauer, und nur eine davon steht auf dem Datenblatt. Die eine ist die Zahl der Ladezyklen, die andere ist das Alter der Zellen, das auch ohne Nutzung zählt. Im Einfamilienhaus kommt ein Speicher auf ungefähr einen vollen Zyklus pro Tag. Die Zyklenzahl ist damit selten der begrenzende Faktor.

Marktüblich sind Garantien über zehn Jahre, in denen der Hersteller eine Restkapazität zusichert, meist in der Größenordnung von siebzig bis achtzig Prozent der Anfangskapazität. Was danach kommt, ist ein langsamer Rückgang. Der Speicher nimmt weniger auf, arbeitet aber weiter.

Die konkreten Werte unterscheiden sich je Hersteller erheblich, und sie stehen mit Typenbezeichnung in den Garantiebedingungen zum Angebot. Fragen Sie danach, bevor Sie unterschreiben. Eine Garantie, die nur über die Jahre spricht und die Restkapazität ausspart, ist weniger wert, als sie klingt.

Lieber gleich mitbestellen oder später nachrüsten?

Technisch geht beides, wirtschaftlich ist der gemeinsame Einbau fast immer günstiger. Wird der Speicher zusammen mit der Photovoltaikanlage geplant, kann ein Hybridwechselrichter beides übernehmen. Beim Nachrüsten kommt in der Regel ein zweites Gerät dazu, das den Strom noch einmal wandelt. Das kostet Geräteanschaffung, Platz und einen kleinen Teil des Ertrags.

Dazu kommen die Nebenkosten, die beim zweiten Mal noch einmal anfallen: Anfahrt, Elektroinstallation, Anmeldung beim Netzbetreiber und die Änderung im Marktstammdatenregister.

Trotzdem ist Nachrüsten die richtige Entscheidung, wenn sich Ihr Verbrauch absehbar ändert und Sie heute nicht wissen, wie stark. Dann planen wir die Anlage so, dass der Speicher später ohne Umbau dazukommt.

Was bedeutet § 14a EnWG für Ihren Speicher?

Ein Hausspeicher über 4,2 Kilowatt Anschlussleistung ist seit dem 1. Januar 2024 eine steuerbare Verbrauchseinrichtung. Betroffen ist dabei nur das Laden aus dem Netz. Solarstrom, der direkt in die Batterie geht, läuft nicht über den Netzanschluss und bleibt unberührt.

Praktisch heißt das für den typischen Fall im Einfamilienhaus wenig. Wer den Speicher ausschließlich mit eigenem Solarstrom füllt, merkt von der Regel nichts, kann die reduzierten Netzentgelte aber trotzdem in Anspruch nehmen.

Gibt es eine Förderung für Stromspeicher?

Einen bundesweiten Zuschuss für Stromspeicher gibt es derzeit nicht. Manche Kommunen legen eigene Programme auf, die sich in Höhe und Bedingungen stark unterscheiden und regelmäßig auslaufen. Welche Programme in Ihrem Fall greifen, prüfen wir anhand Ihrer Postleitzahl, bevor wir ein Angebot machen. In der Rechnung steht dann nur, was zu diesem Zeitpunkt tatsächlich verfügbar ist.

Fragen zu Stromspeicher

Welche Speichergröße brauche ich?

Als Faustregel gilt eine Kilowattstunde nutzbarer Speicherkapazität je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Bei 4.500 kWh im Jahr sind das also grob 4 bis 5 kWh. Größere Speicher füllen sich im Winter nicht mehr vollständig und verlängern die Amortisation. Kommt eine Wärmepumpe oder ein E-Auto dazu, verschiebt sich die Rechnung, weil der Abendverbrauch deutlich steigt.

Kann ich einen Speicher später nachrüsten?

Ja, technisch geht das fast immer. Günstiger ist es trotzdem, ihn gleich mitzuplanen: Ein Hybrid-Wechselrichter kostet wenig mehr als ein reiner PV-Wechselrichter, während ein separater Batterie-Wechselrichter beim Nachrüsten zusätzlich anfällt. Wenn ein Speicher in den nächsten Jahren realistisch ist, sollte die Anlage von Anfang an dafür vorbereitet sein.

Wie lange hält ein Stromspeicher?

Aktuelle Lithium-Eisenphosphat-Speicher sind auf mehrere tausend Ladezyklen ausgelegt, was bei einem Zyklus pro Tag rechnerisch weit über zehn Jahre ergibt. Hersteller geben üblicherweise eine Garantie auf eine Restkapazität nach einer bestimmten Zahl von Zyklen oder Jahren. Die konkreten Bedingungen liegen dem Angebot bei, weil sie sich zwischen Herstellern deutlich unterscheiden.

Habe ich mit Speicher Strom bei einem Stromausfall?

Nur wenn der Speicher ausdrücklich notstromfähig ist und entsprechend installiert wurde. Ein Standardspeicher schaltet sich bei Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab. Notstromfähigkeit ist eine Option, die zusätzlich kostet und einen separaten Stromkreis braucht. Wenn Ihnen das wichtig ist, sagen Sie es vor der Auslegung.

Wo wird der Speicher aufgestellt?

Üblich sind Keller, Hauswirtschaftsraum oder Garage. Der Raum sollte trocken und frostfrei sein und ganzjährig zwischen etwa 5 und 30 Grad liegen. Ein ungedämmter Dachboden ist ungeeignet, weil die Temperaturschwankungen die Lebensdauer verkürzen. Den passenden Aufstellort legen wir gemeinsam fest, wenn wir bei Ihnen vor Ort sind.

Lohnt sich ein Speicher bei Ihrem Verbrauch?

Sagen Sie uns, wie viel Strom Sie im Jahr brauchen und wann. Wenn sich ein Speicher bei Ihnen nicht rechnet, sagen wir Ihnen das, statt ihn mitzuverkaufen.

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Mehrfachauswahl möglich, Sie legen sich damit auf nichts fest.

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Wenn Sie es nicht wissen, ist das kein Problem. Wir klären das bei der Dachprüfung.

Wie hoch ist Ihr Stromverbrauch im Jahr?

Die Zahl steht auf Ihrer letzten Stromrechnung. Eine Schätzung genügt uns.

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Für die Anlage brauchen wir am Ende die Zustimmung des Eigentümers.

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Eine realistische Einschätzung hilft uns bei der Terminplanung. Sie ist nicht bindend.

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Die Postleitzahl brauchen wir, um regionale Förderprogramme und den zuständigen Netzbetreiber zu prüfen.

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